Ihr Potential voll ausleben?

Auf dem Weg zu Ihrem Potential

 

„Ich trete auf der Stelle!!“

„Meine Fähigkeiten nutze ich nicht wirklich.“

„Etwas treibt mich, aber ich weiß nicht was.“

Solche Gedanken treiben uns immer tiefer in die Unzufriedenheit. Meist sind diese Aussagen mit dem Gefühl von Scham oder Verzweiflung verbunden und richten sich dann wie eine Waffe gegen uns – bewusst oder unbewusst. Es ist ein Abgleich, ein Urteilen und ein Zeigen auf das noch nicht erreichte, wie ein Mangel, der unsere Unfähigkeit unterstreicht.

Kennen Sie diese unschönen Gedanken, die immer größer werden, je länger Sie über das nicht gelebte Potential nachdenken? Das ist nicht angenehm!

In diesem Artikel zeige ich Ihnen einen anderen, vielleicht erfolgreicheren Weg zu Ihren noch nicht erkannten oder gelebten Potentialen. Es ist ein Weg, der im Unterschied anders mit Ihrer Vergangenheit, Ihrem Jetzt und damit auch Ihrer Zukunft umgeht.
Denn die Auswirkungen darauf wie Sie über sich selbst in der Vergangenheit oder in der Zukunft denken hat großen Einfluss darauf, was Sie im Jetzt tun.

 

Was bedeutet Potential?

Es lohnt sich, über die Frage nach den eigenen Potentialen etwas genauer nachzudenken.
Was passiert eigentlich, wenn wir über unser Potential grübeln? Was bedeutet Potential überhaupt?

Unweigerlich verbinden wir es mit unserer Vergangenheit und unserer Zukunft. Wir urteilen über unsere Erlebnisse, unser Tun in der Vergangenheit, über das, was wir erreicht haben, wo wir jetzt stehen und stellen diese selektiv gewählten Fakten meist einer bildhaft ausgemalten – oftmals perfekten – Zukunftsgeschichte gegenüber.

Wie wir sein sollten, was wir erreicht haben sollten, wo wir in unserem Leben stehen sollten erkennen wir als unser Potential. Und weil wir das noch nicht erreicht haben, sprechen wir dann von nicht gelebten Potential. Manchmal erahnen wir auch nur ein Potential, können es aber nicht einmal benennen. Wir erkennen ein Defizit und ziehen uns oder die Umstände dafür zur Verantwortung.

Dabei haben wir einerseits recht, aber genauso tun wir uns damit Unrecht.

Richtig ist sehr wahrscheinlich die bloße Feststellung, dass wir unsere Möglichkeiten nicht ganz ausschöpfen. Oft ist das nur ein Gefühl oder eine Ahnung, der wir hilflos ausgesetzt sind. Wir merken nur, da geht noch mehr und sind unzufrieden. Das WAS und WIE liegt im Nebel.

Unrecht tun wir uns allerdings, wenn wir uns gleichzeitig damit selbst kritisieren, quasi uns für Nichterreichtes anklagen. Unrecht im Sinne von, wir sehen zum einen nicht das ganze Bild und nett sind wir dabei auch nicht zu uns. Doch noch wesentlicher bei dieser Anklage ist, dass sie uns nicht weiter bringt.

Kritik für was?

Für etwas, das in der Zukunft liegt und wir selbst meist nicht einmal benennen können? Diese Gedanken sind sinnlos.
Vor lauter Überwältigung und Selbstanklage gehen wir dann selten soweit, darüber nachzudenken, was unser Potential überhaupt sein könnte. Wie würden wir denn erkennen, dass wir unser Potential ausschöpften?

Wir gehen einfach still und unkritisch davon aus, dass wir es nicht tun, klagen uns an und fühlen uns nicht gut. Das ist der Teil, der nicht hilft.
Damit sind Sie nicht alleine, es geht uns allen so. Wenn wir uns allerdings darüber bewusst werden, können wir auch etwas daran ändern.

Ganz grundsätzlich ist es ja so, dass Sie Ihr Potential niemals ausschöpfen können, weil es immer in der Zukunft liegen wird!

Potential kann nur in der Zukunft liegen, das drückt das Wort selbst schon aus. Sobald Potential real wird, ist es kein Potential mehr. Dass man also sein Potential auslebt, gibt es somit gar nicht.

Egal welches Thema das betrifft, ob unsere Karriere, unsere Beziehungen, unsere Familie, Ihr Potential darin liegt immer in der Zukunft. Insofern liegt es immer vor Ihnen und stellt immer nur eine Möglichkeit dar, die sein könnte, nur jetzt noch nicht verwirklicht ist – eben Potential nicht Realität.

Um es an einem Beispiel zu veranschaulichen:
Eine Raupe hat das Potential zu einem Schmetterling, ist aber noch eine Raupe. Sobald die Raupe ein Schmetterling ist, hat sie das Potential zum Schmetterling verloren.

Also vergessen Sie, dass Sie Ihr Potential jemals ausschöpfen können, denn es liegt immer in der Zukunft und verändert sich ständig.
Wenn dem nicht so wäre, dann würde Ihr Leben stagnieren, sobald Sie Ihr Potential erreicht haben, es gäbe kein Lernen, kein Entdecken mehr, nichts würde sich entwickeln können.

Das ist, wie ich finde, schon einmal tröstlich und befreiend zugleich. Die Tatsache, dass Sie Ihr Potential niemals abschließend erreichen werden entspannt doch ungemein.

Durch diese Erkenntnis oder Akzeptanz bekommen Sie nämlich Raum und Freiheit, sich kreativ zu orientieren und den nächsten kleinen Schritt zu gehen.

Wenn wir also nicht in unserer Scham, unserem Frust oder unserem Urteil über Nichterreichtes verharren, sondern vielmehr den entstandenen „Zwischenraum“ (zwischen Realität und Potential) nutzen, ja aushalten können, dann erst kann erreichbares Potential entstehen. Denn das ergibt einen neuen kreativen Raum, in den wir uns hinein begeben können, den wir entwickeln und verändern können.

Im Coaching versuchen wir solch einen kreativer Raum bewusst entstehen zu lassen.

Wie schon erwähnt, Entwicklung und Veränderung liegt in der Zukunft. Ob wir unser Potential entwickeln und nutzen, hängt also davon ab, was wir aus der Vergangenheit machen und wie wir über uns in der Zukunft denken.
Die meisten von uns bilden ihre Gedanken und Handlungen aufgrund von vergangener Erfahrungen.

 

Vergangenheitsschleife oder Glamourwelt

Das Zurückgreifen auf vergangene Ergebnisse schafft immer nur die gleichen Ergebnisse oder erzeugt eine idealisierte Zukunft, die niemals erreicht wird.

Jedem von uns fallen bestimmt 100-te Geschichten darüber ein, was wir schon schreckliches erlebt haben, was wir verloren haben, wo wir verletzt wurden, was wir peinliches erlebt haben oder wo uns Fehler unterlaufen sind…

Die Vergangenheit wirkt wie in Stein gemeißelt und hemmt den freien Blick nach vorne. Wir drehen uns in alten Verhaltensmustern:

„Das geht nicht…“, „Das kann ich nicht, habe ich schon ausprobiert…“, „Das passt nicht zu mir…“ usw. usw.

Und schon manövrieren wir uns selbst in eine Ecke und bleiben stehen.

Oder umgekehrt, Sie bauen sich gedanklich eine irreale Zukunftswelt auf, die unerreichbar ist. Perfektionisten sind Meister darin. Sie sind besonders gut darin, sich eine Idealvorstellung über ihr Zukunfts-Ich vorzustellen, und sie nehmen sich vor, gleich morgen ihre Ideen umzusetzten. Zu dem Morgen kommt es aber nie, da die Ziele so hoch gesteckt sind und damit unerreichbar erscheinen. Sie geben schon auf, bevor sie überhaupt erst anfangen.

Da der eigene Anspruch so hoch ist und die Angst zu scheitern zu groß, kommen sie nicht in die Umsetzung.

Was sind nun die Ergebnisse dieser zwei Denkweisen?

Eine perfekte Zukunftswelt wird immer nur eine Illusion bleiben, es gibt hier kein erreichbares Potential.
Und den Fokus auf vergangene Denkstrukturen zu legen, lässt nichts neues entstehen, demnach entsteht auch kein Potential.

In beiden Fällen existiert in dem Augenblick kein realistisches Potential. D.h. es geht zunächst gar nicht um die Frage, ob wir unser Potential leben oder nicht leben, was wie oben erläutert eh nicht möglich ist, weil Potential in der Zukunft liegt.

Nein, das Problem ist vielmehr, dass wir, wenn wir uns in der Vergangenheits-Denkschleife oder in der Perfektionisten-Denkschleife befinden kein Potential haben bzw. dieses auch noch verhindern.

Denn gleiche Denkmustern ergeben gleiche Aktionen und erhalten folglich gleiche Ergebnisse. Wir stecken förmlich fest! Leider passiert das oft unbewusst, was die Sache nicht leichter macht.

Was heißt das jetzt für Sie? Das bedeutet, dass Sie eine Basis brauchen, in der Potential entstehen kann.

Die Grundlage für Potential

Nochmal, gleiche Denkmustern ergeben gleiche Aktionen und schaffen folglich gleiche Ergebnisse.

Wenn Sie also den Zwischenraum zwischen Vergangenheit und Zukunft als Basis für Ihr Potential nutzen wollen, damit die Zukunft sich von der Vergangenheit unterscheidet, dann heißt das, dass Sie genau in diesem Zwischenraum Ihr Denken über sich und Ihr Leben so anpassen sollten, dass Potential entsteht und nicht gekillt wird. Dass das möglich ist, zeigen uns viele Beispiele.

Wenn Sie sich umsehen, dann werden Sie feststellen, dass Wachstum und Veränderung möglich ist. Mobiltelefone wären früher undenkbar gewesen. Genauso Touch-Screens oder denken Sie an die Errungenschaften in der Luftfahrt.

Jemand der nur aufgrund von Vergangenheit handelt und sich damit zufrieden gibt, hätte diese Entwicklungen niemals hervorbringen können. Die Beweislage des Erfolges war schlicht nicht gegeben.
Jemand, der nur eine ideale Zukunft ertragen kann, hätte die vielen Fehlschläge auf dem Weg zum Erfolg nicht ausgehalten.

Was unterscheidet also denjenigen, der Veränderung schafft?

Es sind allein die Gedanken und der Glaube, dass etwas möglich ist, selbst wenn die Beweislage noch etwas ganz anderes zeigt.

Als Sie als Kind Laufen, Lesen oder Schreiben gelernt haben, mussten Sie einige Niederlagen hinnehmen, bevor der Erfolg eintrat. Schon 1000-fach haben Sie sich also verändert. Sie haben schon vielfach bewiesen, dass Sie sich entwickeln können.
Und doch stehen wir immer wieder vor unlösbar scheinenden Rätseln und erzählen uns selbst die Geschichte oder Lüge davon, dass wir etwas nicht können oder niemals lernen werden.

Genau an dieser Stelle dürfen Sie dann ansetzen. Zunächst geht es nur darum, diese destruktiven Gedanken überhaupt zu erkennen, damit Sie diese dann verändern können. So entsteht Raum für Potential.

Wie Sie Einfluss auf Ihr Potential nehmen

Wenn Sie also Ihren Gedanken auf die Schliche kommen, d.h. Glamour-Zukunft oder Drama-Vergangenheit erkennen, dann geht es darum etwas zu verändern. Genau genommen Ihre Denkweise oder Haltung zu ändern.

Ihre Vergangenheit ist vergangen, sie existiert nicht mehr, außer in Ihrem Kopf, und auch nur dann, wenn Sie daran denken. Die meisten von uns wollen an dieser Vergangenheit so sehr festhalten, dass diese dann auch ihre Zukunft bestimmt.

Vergangenes, vielmehr die Geschichten darüber vermischen sich demnach mit der Zukunft. Wenn Sie ehrlich sind, beruhen diese Geschichten allerdings nur auf unseren subjektiven Interpretationen und auf eigenen und fremden Beurteilungen.

Jemand anderes würde diese Geschichten schon ganz erlebt haben oder erzählen. Ihre Vergangenheit kann Sie also nur insofern beeinflussen, als Sie diese Ihre eigenen Geschichten tatsächlich weiter glauben wollen und danach leben.

Was, wenn Sie Ihre Geschichten nicht glauben würden, wenn Sie sich eine neue Geschichte ausdenken könnten, selbst wenn die Beweislage noch nicht da ist?

Lassen Sie uns mal ganz extrem denken. Würden Sie ab morgen an Gedächtnisschwund leiden, dann würden Sie Ihre Zukunft ganz unabhängig von Ihrer Vergangenheit gestalten.

Was würden Sie dann denken wollen? Was wollten Sie dann über sich und die Welt annehmen? Welche Geschichte würden Sie schreiben? Was würden Sie dann tun? Und welche Ergebnisse könnten Sie dann erreichen?

Es würden ganz neue Potentiale entstehen!

Sie hätten andere Denkmuster und würden folglich auch andere Ergebnisse erreichen, wahrscheinlich solche, die Ihre Wünsche und Ideen berücksichtigen. Es wäre Luft nach oben da und Sie würden Potentiale entdecken. Unbefangen könnten Sie diese möglich machen, solange bis Sie Ihr Ziel erreicht hätten, um dann neue Potentiale zu entdecken.

Probieren Sie es doch mal aus, schreiben Sie Ihre eigene neue Geschichte auf und entdecken Sie, was dann möglich wird.

Und…bleiben Sie dran, alte Denkmuster lassen sich verändern, aber es braucht wiederholtes bewußtes „üben“.

Wenn Sie dazu mehr erfahren wollen, dann melden Sie sich doch einfach bei uns.

Herzlichst

opinpoint – Maritta Ivanov

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– Maritta Ivanov

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